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Treibhauseffekt – Ursachen und Folgen

Treibhauseffekt: Abgase sind Teil des Problems. Foto: Manfred Steinbach - Fotolia.com

Treibhauseffekt: Abgase sind Teil des Problems. Foto: Manfred Steinbach - Fotolia.com

Treibhauseffekt – Ursachen und Folgen: Die Diskussionen über den Klimawandel der Erde und die damit verbundenen Folgen für die Menschheit hat immer mehr die Begriffe „Treibhauseffekt“ und „Treibhausgase“ in den Mittelpunkt des Interesses gestellt. Dabei ist der Treibhauseffekt durchaus etwas Positives und letztendlich für das Leben auf der Erde existenznotwendig. Erst wenn er eine bestimmte Schwelle überschreitet, können sich seine Folgen in das genaue Gegenteil umwandeln und das Leben auf der Erde bedrohen.

Die Erde ist ein Gewächshaus

Ähnlich wie in einem Gewächshaus, in dem durch die Sonneneinstrahlung der Boden erwärmt und die Wärme nicht wieder nach draußen abgegeben wird, funktioniert die Atmosphäre der Erde. Ein Teil der Sonneneinstrahlung wird durch die Meere und andere Flächen reflektiert und wieder in den Weltall zurückgestrahlt, der andere Teil absorbiert und damit wie in einem Treibhaus nicht wieder nach draußen gelassen. Ohne dieses „Zurückhalten“ der Wärme würde ein eisiges Klima herrschen und die Durchschnittstemperaturen, die derzeit bei angenehmen 15°C liegen, würde gerade einmal – 18°C erreichen. Verantwortlich für das „Durchlassen“ oder die „Zurückhaltung“ der Sonneneinstrahlung ist die Atmosphäre. Sie besteht zum größten Teil aus Stickstoff, Sauerstoff und dem Edelgas Argon. Diese Gase absorbieren die Wärme nicht, lassen sie also ungehindert wieder in den kalten Weltraum entweichen. Anders dagegen die kleineren Bestandteile der Atmosphäre wie Kohlendioxid, Methan oder Ozon, die das Sonnenlicht durchlassen, die Wärme aber zurückhalten. Befinden sich die einzelnen Anteile der Atmosphäre im Gleichgewicht, besteht kein Anlass zur Sorge. Erst wenn die absorbierenden Treibhausgase eine bestimmte Konzentration überschreiten, machen sich die negativen Auswirkungen des Treibhauseffektes bemerkbar und können lebensbedrohliche Ausmaße annehmen.

Nach Meinung der Klimaforscher würde die übermäßige Erwärmung der Erde dazu führen, dass durch die Ausdehnung des Wassers und die Abschmelzung des Inlandeises der Meeresspiegel drastisch ansteigt. Damit einher gehen großflächige Landverluste in den Küstenregionen, die den Menschen ihren Lebensraum entziehen würden und sie zu Umweltflüchtlingen machen würde. Außerdem wird befürchtet, dass die Häufigkeit extremer Witterungserscheinungen wie Sturmfluten, Orkane oder Dürrekatastrophen zunehmen würde. Die Ausdehnung der Wüsten könnte ebenfalls zu verheerenden Folgen führen. Die Gewinnung von Land durch das Auftauen der Permafrostböden verspräche zwar für einige Länder einen kurzzeitigen Gewinn, allerdings wird derzeit auch über die Auswirkung diskutiert, die das Freiwerden des im Dauerfrostboden gespeicherten Methans haben könnte.

Diesen Prozessen kann in einem bestimmten Maße entgegengewirkt werden. Vordringlich ist es dabei, die Konzentration der Treibhausgase nicht nur nicht weiter zu erhöhen, sondern sie merklich zu verringern. Klimaforscher sind sich sicher, dass die Katastrophe einer globalen Erwärmung verhindert werden könnte, wenn die Temperaturen nicht mehr als um zwei Grad im Verhältnis zu den vorindustriellen Zeiten steigen.

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