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Ozonloch – Gefahr aus dem All

Der Erde steht das Wasser bis zum Hals. Das Ozonloch ist ein Teil des Problems. Foto: ChaotiC_PhotographY - Fotolia.com

Der Erde steht das Wasser bis zum Hals. Das Ozonloch ist ein Teil des Problems. Foto: ChaotiC_PhotographY - Fotolia.com

Über Nord- und Südpol bilden sich in der Ozonschicht Risse, was im allgemeinen Sprachgebrauch als Ozonloch bezeichnet wird, die eine hohe Menge an UV-Strahlung zur Erde hindurch lassen. Dass das Ozonloch vor allem in den Polarregionen auftritt, liegt an der kalten und dünnen Luft (unter -80° C) im Polarwinter. Zu dieser Zeit bilden sich aus Eis- und Stickoxidkristallen Wolken. Normalerweise fangen Stickoxide aber einen Teil des Chlors, das aus FCKW entsteht, ab. Durch die Bindung der Stickoxide in Wolken, wird kein Chlor mehr abgefangen – dieses sammelt sich an und zerstört beim Temperaturanstieg im Frühjahr das Ozon. Ein Ende findet dieser Vorgang erst ab einer höheren Temperatur, wenn die gefrorenen Eis- und Stickoxidkristalle geschmolzen sind und die Stickoxide wieder in der Lage sind das Chlor unschädlich zu machen. Das Ozonloch – Gefahr aus dem All…

Was ist jedoch Ozon, bzw. die Ozonschicht?

Ozon ist eine Form des Sauerstoffs, das jedoch nicht aus zwei Sauerstoffatomen besteht, sondern aus drei. Allerdings ist die Verbindung zwischen dem dritten Sauerstoffatom und dem Sauerstoffmolekül sehr fragil und kann durch Reaktionen in der Atmosphäre getrennt werden. ´Die Ozonschicht befindet sich in 15-35 km Höhe, umschließt die Erde und fungiert praktisch als Schutzschirm gegen die schädlichen ultravioletten Strahlen von der Sonne. Gäbe es die Ozonschicht nicht, würden diese Strahlen ungehindert auf die Erde treffen, ein Leben wie wir es kennen würde nicht existieren. Aus diesem Grund bedeutet auch das Ozonloch eine echte Bedrohung für das Leben auf der Erde. Doch die Ozonschicht musste erst einmal entstehen: Vor etwa zwei Milliarden Jahren gab es in unserer Atmosphäre kein Ozonloch, denn Sauerstoff existierte nur als sogenanntes Spurengas. Da die UV-Strahlen ungehindert auf die Erde trafen, konnte sich nur im Meer in einer Tiefe von > 10 m Leben entwickeln, da hier ein Schutz vor den schädlichen Strahlen gewährleistet war. Durch die Photosynthese der ersten Pflanzen entstand als Abfallprodukt Sauerstoff. Ein Teil der Sauerstoffmoleküle (O2) wurde durch das UV-Licht in Sauerstoffatome (O) gespalten, die sich an die restlichen Sauerstoffmoleküle (O2) anhafteten und somit Ozon (O3) entstehen ließen. Das Ozon absorbierte UV-Strahlen, zerfiel dadurch aber wiederum in Sauerstoffmoleküle und einzelne Sauerstoffatome. Der Kreislauf war geschlossen, ein Gleichgewicht zwischen Auf- und Abbau von Ozon entstand. Je stärker die Ozonschicht wurde, desto geringer wurde die Stärke der UV-Strahlung die auf die Erdoberfläche auftraf. Bei einem Prozent Sauerstoffgehalt in der Atmosphäre hatte sich schon die benötigte Wassertiefe von > 10 m auf ca. 30 cm reduziert, die benötigt wurde um Leben entstehen zu lassen. Dadurch entstanden immer mehr Lebewesen im Meer und die Entstehung von Sauerstoff wurde weiter gefördert. Heute liegt der Sauerstoffgehalt auf der Erde bei etwa 21%.

Ursachen für das Ozonloch

In den 80er Jahren sprachen immer mehr Wissenschaftler von der immer dünner werdenden Ozonschicht, dem Ozonloch über dem Südpol. Bereits Anfang der 90-er Jahre wurde das nächste Ozonloch entdeckt, diesmal über dem Nordpol. Als Hauptursache für die Schäden in der schützenden Schicht wird FCKW (Fluorchlorkohlenwasserstoff) angeführt, der lange Zeit z. B. als Treibgas für Spraydosen eingesetzt wurde, oder als Kühlmittel benutzt wurde. Angesichts der Vorteile des Gases (farblos, geruchlos, ungiftig und träge Reaktion mit anderen Stoffen) wurde die Gefährichkeit für die Atmosphäre nicht erkannt: UV-Strahlung verändert die FCKW-Moleküle, so dass Chlor freigesetzt wird, das wiederum Ozonmoleküle zerstört – die Voraussetzungen für das Ozonloch waren geschaffen.

Welche Auswirkungen hat das Ozonloch?

Der fehlende Schutz, bedingt durch das Ozonloch, hat für den Menschen beispielsweise zur Folge, dass die UV-Strahlen Haut und Augen angreifen und die Verbreitung von Hautkrebs immens zunimmt. Als Faustregel gilt: + 1% Ozon = + 5% Hautkrebs-Erkrankungen. Wo der Mensch noch die Möglichkeit hat sich mit Sonnenschutzmitteln mit hohem Lichtschutzfaktor (wenn auch eingeschränkt) zu schützen, so haben Pflanzen nicht die Möglichkeit. Das Ozonloch fördert die Zerstörung von Wildpflanzen, Wäldern, schädigt Ernten, wodurch Hungersnöte entstehen könnten. In den Meeren wird zudem ein wichtiger Sauerstofflieferant, das Phytoplankton getötet. Durch die fehlende Photosynthese fehlt auch der Abbau von Kohlendioxid, das eine große Rolle bei der Erderwärmung, dem Treibhauseffekt spielt. Auch wenn man durch das Verbot von FCKW versucht die Ozonloch-Ausbreitung zu verhindern, muss man bedenken, dass die Fluorkohlenwasserstoffe etwa 60-120 Jahre in der Atmosphäre aktiv sind und die „Sünden“ der vergangenen Jahrzehnte noch Folgen für mehrere Generationen bieten werden.

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